Kübelhaltung von Karnivoren und ihr Artenschutz

Die Kübelhaltung von Karnivoren ist die beste Möglichkeit diese im eigenen Garten zu kultivieren. Die Kübel müssen wasserundurchlässig sein und keine Substanzen wie Kalk absondern dürfen. Die Kübelhöhe sollte nicht zu gering sein (< 30 cm). Maurerkübel eignen sich hierfür hervorragend. Die einzige Anforderung, die sie nicht erfüllen, ist ein Überlaufschutz, damit die Pflanzen bei Regen nicht ertrinken. Daher sollte an der Seite, relativ weit oben, ein Loch geschnitten/gebohrt werden.
Mörtelkübel

Die Befüllung erfolgt mit entsprechendem Substrat. Den meisten Karnivoren genügt ungedüngter Weißtorf. Jedoch sollte dieser mit Perlit oder Blähton angereichert werden, damit das Substrat länger feucht bleibt. Wenn du vor dem Befüllen des Kübels relativ große (z.B. Ø 13 cm) Plastiktöpfe mit der Öffnung nach unten legst, baust du einen Wasserspeicher, da hier kein Torf hineinkommt, sondern sich der Hohlraum mit Wasser füllt und es nach und nach an das umliegende Substrat abgibt.

Artenschutz fleischfressender Pflanzen

Die Umwelt- und Klimaveränderungen grenzen den Lebensraum fleischfressender Pflanzen immer mehr ein oder zerstören ihn komplett. Durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten, Mooren und die Abholzung der Regenwälder sind viele Karnivoren stark gefährdet.

Da mittlerweile eine große Anzahl fleischfressender Pflanzen vom Aussterben bedroht ist, wurden alle in Mitteleuropa vorkommenden Arten unter Naturschutz gestellt. Nicht nur in Europa, sondern weltweit wurde man auf die Gefährdung dieser einzigartigen Lebewesen aufmerksam und setzte die Karnivoren unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens.

Vor dieser Erkenntnis führte die Faszination dieser Pflanzen zu einem großen Kaufinteresse, so dass sich die große Nachfrage als Zimmerpflanze nachteilig auf den Bestand auswirkte. Viele Pflanzen wurden wild entnommen und weltweit verschifft. Zum Beispiel führte das bei der Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) beinahe zur Ausrottung.

Daher hat jeder Käufer, Freizeitgärtner und Züchter eine Verantwortung gegenüber diesen einzigartigen Pflanzen. Zum Glück werden wild wachsende Pflanzen immer seltener entnommen. Es genügen nur wenige Samen und die Pflanzen können in der Gärtnerei gezogen und zu tausenden weltweit verschickt werden.

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